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Feuertanz 2016
        Wenn Gott gewollt hätte, dass wir nicht masturbieren, hätte
        er unsere Arme kleiner gemacht.              Georg Carlin        


Burg Abenberg, 24.+25.06.2016





Jedes Jahr trifft sich die Feuertanz Familie in Abenberg und zählt schon Wochen und Monate zuvor die Tage bis zum Beginn. Das war in diesem Jahr nicht anders und auch diesmal war es ein wunderschönes Familienfest mit Musik und sonstiger Bespaßung, leckerem Essen, extrem fairen Getränkepreisen und natürlich einer großen Anzahl an sehens- und hörenswerten Konzerten.
„The same procedure as every year Miss Sophie“ sozusagen, und doch war es in diesem Jahr anders. Denn auch das Feuertanz-Festival wurde von den Wetterkapriolen der letzten Wochen nicht verschont. Am Freitag ließen tropische Temperaturen, die den Burghof in eine Open Air Sauna verwandelten, viele Konzertbesucher immer wieder in den Schatten der Burgmauern flüchten, am Samstag war es bis zum großen Regen nicht viel besser. Pünktlich zum Ende des „Mr. Hurley“ –Konzertes änderte sich das Wetter fast schlagartig. Passend zur Band gab es erst eine mächtig Steife Brise, gefolgt von Starkregen. Zu der Zeit waren aber die meisten Konzertbesucher im Trockenen, entweder im Burgsaal oder einer nahen Turnhalle, die die umsichtige Festivalorganisation kurzerhand nützen konnte.
Ein ganz großes Lob an das Concertbüro Franken, man hätte sich das auch leichter machen können, indem man die Besucher aufforderte, das Gelände zu verlassen. Das war für Peter Harasim und sein Team keine Option. Man bemühte sich um eine weit bessere Lösung für die Konzertbesucher. Trotzdem war man, obwohl man ständig aktuelle Wetterdaten griffbereit hatte, überrascht über die Geschwindigkeit, mit der die Schlechtwetterfront heraufzog. Dass Abenberg im Gegensatz zu den Nachbarorten noch relativ wenig abbekam, war eine glückliche Fügung. So konnte es relativ bald weiter gehen, kein Konzert musste gestrichen werden und das Ende der Veranstaltung wurde einfach etwas nach hinten verlegt.
Besonders bemerkenswert ist neben der perfekten Organisation aber auch das Verhalten des Publikums. Kein Gedränge, keine Hektik, keine Diskussionen, keine Verweigerer. Eine Räumung der Burg innerhalb von 8 Minuten, das muss man erst einmal hinbekommen. Allein dies zeigt, dass die manchmal belächelte oder mit Argwohn bedachte Mittelalter bzw. schwarze Szene das beste Konzertpublikum ist, was man sich wünschen kann. Abenberg ist eine große Familie mit vielen wunderbaren Menschen. Die jedes Jahr wieder zu sehen ist mindestens genauso schön, wie das was man auf der Bühne erleben kann und die kleine Wetterkapriole ein Mosaiksteinchen mehr als Beleg.

Punch`N` Judy


Nun aber zum Festivalprogramm, das die Crossover Folkband Punch` N` Judy gleich stimmungsvoll eröffnete. Sänger Sascha Kaeufer und seine Truppe feierten eine gelungene Feuertanzpremiere. Die Band aus Recklinghausen dürfte den wenigsten ein Begriff gewesen sein, auch wenn sie bereits 2003 gegründet wurde. Umso nachhaltiger haben sie sich auch Dank des Akkordeons in die Köpfe musiziert und mit ihrem Song über Klaus Störtebeker auch die Freude auf den Headliner In Extremo angeheizt, die auf der neuen Scheibe „Quid pro Quo“ dem berühmten Seeräuber ebenfalls ein musikalisches Denkmal setzen. Die nächste Chance die Band in Franken wieder live zu sehen ist beim Festival Mediaval in Selb.

Cultus Ferox


An dem Mittelalterrock der nächsten Band Cultus Ferox scheiden sich die Geister, so schrieb ein geschätzter Kollege über den Auftritt beim Tanzt 2015 von Trommelfellbelastung, miesen Klang und einem lieblosen Auftritt. Zugegeben prollig sind sie schon, die Berliner Mittelalter-Punks um Sänger Brandan, der sich das Mikrofon auch schon mal mit den Kollegen teilt,  zweifellos nicht der weltgrößte seiner Zunft. Spaß macht der Auftritt der 10 köpfigen Truppe trotzdem allemal.  Cultus Ferox hatte sichtlich Spaß und legte sich auch mächtig ins Zeug, das Publikum gut zu unterhalten. Und so gab es genug zu sehen, auch Feuerteufels nackte Rückenansicht, warum auch nicht, es wird Zeit, dass die Menschheit endlich kapiert, dass Nacktheit nicht das schlimmste Verbrechen der Welt ist, auch wenn Facebook uns das glauben lassen will. Und musikalisch ging es mit viel Dudelsack einmal quer durch den Mittelalterlichen Gemüsegarten, selbst der Schlagerbereich wurde nicht ausgespart. Muss nicht jedem gefallen, einen hohen Unterhaltungswert hat die Truppe aber allemal und der Auftritt war überzeugend.

Coppelius

Die Abschiedsvorstellung in Abenberg von Coppelius bedeutet zwar noch nicht das Ende der Band, geht man doch noch einmal auf Tour und wird auch noch einmal Nürnberg besuchen, etwas Wehmut beschleicht einen aber schon, wenn man das Treiben von Max Coppella, Graf Lindorf, Diener Bastille und Konsorten beobachtete. Ehrensache für die Band, die beim Abschiedskonzert der Inchtabokatables 2002 erste Bekanntheit erlangte, die „Inchtis“ mit einem ihrer Songs ins Gedächtnis zurückzubringen. Selbst wenn Coppelius sich wirklich für immer trennen, vergessen wird man die Band sicher nie. Das liegt vor allem an der Bühnenshow. Immer stilsicher haben sie es perfekt verstanden, dass Livemusik mit einer guten Show noch viel beeindruckender haften bleibt. Und so wird die einzige Band der schwarzen Szene mit eigenem Diener showtechnisch eine große  Lücke hinterlassen. Die musikalische Zukunft der Szene ist ohne Schminke, Gehrock, Frack, Zylinder und dem Kammer-Core von Coppelius um ein Highlight beraubt, auch wenn der Sound von Klarinette, Cello und Kontrabass schon gewöhnungsbedürftig ist. Man wird Bilder vermissen wie zum Beispiel an diesem Tag einen frierenden Musiker mit Schal und Wintermantel auf der Bühne, dem die Suppe nur so runterläuft bei tropischen Temperaturen um ihn herum, allein der Show zuliebe.

Pyrates


Grundsolide war der nun folgende Auftritt der Pyrates. Wesentlich eingängiger der Sound der Niederländer als bei Coppelius aber dafür weit weniger sehenswert das Bühnentreiben. Und das ist der größte Schwachpunkt der „Electric Folk Rock Pirate Band“. Musikalisch grundsolide und mit vielen Gassenhauern im Programm, kann man mit den Pyrates gut tanzen und abfeiern, etwas mehr Show täte dem Auftritt gerade bei einer so langen Spielzeit aber definitiv gut. Auch sie kann man im September in Selb beim Festival Mediaval erneut im Frankenland erleben. Und dann hoffentlich ohne den Schreckmoment einer fallenden Geige.

Eluveitie

Wer Eluveitie beim Feuertanz 2013 gesehen und miterlebt hatte, wie das Publikum mitging, der kam im Vergleich 2016 zu einem ziemlich vernichtenden Urteil über den Auftritt der Schweizer (Folk-) Metalband. Es war vielleicht auch etwas den Temperaturen geschuldet, aber mitreißend und packend konnte man das ganze sicher nicht nennen. Das war allerdings auch nicht zu erwarten, hat man doch die halbe Band verloren und es wäre blauäugig zu denken, man kann z.B. eine Anna Murphy problemlos ersetzen. Da gerade sie den Folk Teil musikalisch besonders geprägt hat, fiel der eben sehr klein aus. Es wird sich zeigen wohin der Weg von Eluveitie führen wird und wie es klingt, wenn man wieder eine vollständige Besetzung am Start hat und sich nicht mit Gastmusikern behelfen muss. Der Auftritt in Abenberg lässt vermuten, dass es noch mehr in Richtung Metal geht, aber warten wir ab. Wieviele Fans die Band hat, konnte man allein daran sehen, dass der komplette Platz vor der Bühne erstmals an diesem Tag vollständig gefüllt war und es kaum ein Durchkommen gab.

In Extremo

Ohne jetzt die bisherigen Bands abwerten zu wollen, das was In Extremo danach ablieferte war nochmals eine andere Liga. Sie sind halt die Mittelalterband schlechthin, haben inzwischen ein unfassbar großes Repertoire an Hits, die jeder Mittelalterfan mitsingen kann. Sänger Michael Rhein konnte sich auf das sangesfreudige Abenberger Publikum verlassen und es ist immer wieder erstaunlich, dass in der Masse der Publikumsgesang einfach klasse klingt. Und sie haben „Quid Pro Quo“ nach Franken mitgebracht, das neueste Album der Band, das pünktlich zum Feuertanz erschienen ist. Und obwohl es ein paar Tage später im Nürnberger Hirsch, wie sollte es auch anders sein vor ausverkauftem Haus (Bericht und Bilder folgen), ein Releasekonzert geben wird, ließ man schon in Abenberg die Katze aus dem Sack und spielte den einen oder anderen neuen Song, wie Störtebeker, den großartigen Titelsong Quid Pro Quo und natürlich auch Sternhagelvoll. Glückwunsch In Extremo zu diesem Song, der sicher bei keinem zukünftigen Konzert mehr fehlen darf und sich ähnlich wie Julia und die Räuber bei Subway to Sally zu einem Megahit entwickeln wird. Glückwunsch aber auch zur genialen neuen Scheibe und zu einem einmal mehr absolut sehenswerten Auftritt, der unglaublich Lust auf eine tägliche In Extremo Beschallung macht. Bei der inzwischen beeindruckenden Discographie der Band ja das kleinste Problem.
Bleibend in Erinnerung wird das Konzert wohl auch Sascha bleiben, das neue Tourmitglied von In Extremo. Trickreich wurde er auf die Bühne gelockt, um zusammen mit dem Publikum ein Geburtstagsständchen anzustimmen.

Sören Vogelsang

Wie gewohnt kamen um Mitternacht all diejenigen auf ihre Kosten, die noch nicht genug hatten. Traditionell sind die Mitternachtskonzerte auf Abenberg immer ein besonderes Highlight, auch 2016 war dies nicht anders.
Der Saunaaufgussmeister im Burgsaal vom Freitag war Sören Vogelsang mit Begleitung, der ein sehr unterhaltsames Soloprogramm mit eigenen Songs und dem einen oder anderen Cover präsentierte. Unter anderem auch das großartige „Anders sein“ von Fish and Friends. Das konnte aber nur deshalb überzeugen weil der Song so schön ist, zeigte aber einmal mehr, dass man Songs, die man mit der unverwechselbaren Stimme eines Eric Fish in Verbindung bringt, schlecht covern kann. Da tut man sich bei dem Cover von Cultus Ferox schon leichter. Sören Vogelsang hat aber auch genug eigene Songs, auch vom neuen Album Fernweh im Programm, die wirklich Spaß machen und das trotz der tropischen Raumtemperatur. Diese und die vorgerückte Stunde waren allerdings dafür verantwortlich, dass nicht alle das fast 2- stündige Konzert als Abschluss des ersten Tages durchhielten.
Nicht unerwähnt sollte auch das Moderatorenduo von Knasterbart bleiben, die wieder einmal sehr unterhaltsam durchs Programm führten, zumindest bis Eluveitie, die nicht angesagt werden wollten. Ob da die Angst von den spitzen Zungen der beiden der Grund war ließ sich nicht abschließend klären.

Krayenzeit

Der Samstag ging bei schwülen Temperaturen mit Krayenzeit los, eine Band die demnächst mit Schandmaul auf Tour sein wird und die man dann nach Feuertanz und dem Ignis Fatuu Releasekonzert das dritte Mal in diesem Jahr im Nürnberger Raum live erleben kann. Die immer populärer werdende Band erlaubte sich sogar den Luxus den Song Feuertanz ausgerechnet beim Feuertanz nicht zu spielen, schade drum. Dafür gab es Einblicke ins demnächst erscheinende zweite Album.

Vogelfrey


Nach dem Song "Frei" von Moderator Sören Vogelsang als Einstimmung überraschten Vogelfrey aus Hamburg gleich zu Beginn mit ihrem sehenswerten Bühnenoutfits. Das kam genauso gut an, wie die Folk-Rock-Metal Mischung die man dem toll mitgehenden Publikum 75 Minuten lang ins Trommelfell jagte. Auch wenn es relativ hart zuging, Vogelfrey können auch ruhigere Töne anschlagen und Cellistin Johanna Heesch und Alexander Suck mit seiner Violine bereichern den Sound mit ihren Streicherklängen maßgeblich. Da Frontmann Jannik Schmidt auch mit dem für einen Frontmann  nötigen Charisma gesegnet ist, wurde es nie langweilig und 75 Minuten vergingen wie im Fluge.

Furunkulus


Das können sicher all jene nicht behaupten, die den Trommelsound von Furunkulus nichts abgewinnen konnten. Für die waren 75 Minuten Trommeln inkl. kostenloser Klangschalentherapie wohl zu viel des Guten. Aber die konnten ja zwischenzeitlich in den Schatten des Burginnenhofes flüchten. Wer das getan hat, darf sich im Nachhinein  trotzdem ein bisschen ärgern, denn die erste Mittelalterband Bayerns versteht es nicht nur fachgerecht die Trommeln zu bearbeiten und zwar nach der Devise je größer desto bumm. Sie sind auch extrem unterhaltsam und Laurin des Tuifels Trummler sorgt mit seinen launigen Ansagen und unterhaltsamen Randbemerkungen für beste Laune im Publikum. Da sich auch die drei anderen um eine gute Show bemühen wird der Furunkulus Auftritt zu einem überraschend kurzweiligen Gig der besonders bei Trommelliebhabern auf große Begeisterung gestoßen ist.

Mr . Hurley und die Pulveraffen


Größer konnte der Kontrast kaum sein, als die 3 Brüder von Mr. Hurley die Bühne enterten und selbst vor Bayerischem Volksgut nicht zurückschreckten. Und spätestens als Mrs. Ivy Cox und Pegleg Peggy die Bühne betraten und Mr. Hurley zum Achterdeck-Geschüttel aufforderte war es um die feierwütige Meute vollends geschehen. Da musste so einiges dran glauben u.a. auch das Oberteil des einen oder anderen weiblichen Besuchers. Warum auch nicht, es ist wirklich nicht einsehbar warum Männer den ganzen Tag mit blanker Brust herumlaufen dürfen, und sich die Frauen nur wegen etwas mehr Fettgewebe (mal mehr mal weniger) ständig verhüllen sollen. Und so stießen die Femen-Piraten der 8 Weltmeere, zählt man das Städtemeer Osnabrücks aus der die Band stammt, dazu, auf offene Ohren oder besser gesagt Blusen im Publikum.
Mr. Hurley sind ein echter Garant für Partystimmung und guter Laune im Publikum, sie verstehen es perfekt Show und Musik zu einem wirklich höchst unterhaltsamen Gebräu zu verbinden und sind somit eine sichere Bank für jedes Festival. Das heranziehende Unwetter und die einhergehende steife Brise passten nur allzu gut zu den 3 Piratenbrüdern, führten aber dazu, dass die Zugabe nicht mehr gespielt werden konnte. Zumindest nicht auf der Bühne. Darauf hatten aber Mr. Hurley auch noch Bock, so dass man dem Publikum eine Fortsetzung am Merch anbot. Zuvor betrat aber Cheforganisator Peter Harasim die Bühne und kündigte eine sinnvolle Unterbrechung des Festivals an.
Das Ergebnis des kurz danach einsetzenden heftigen Regens war neben einer extremen Temperaturabkühlung ein „kleiner See“ am Rande des Konzertgeländes. Den nützte gleich ein Besucher, das Freischwimmabzeichen konnte mangels Seetiefe aber trotzdem nicht erteilt werden. Immerhin bewies die Abenberger Feuerwehr einmal mehr ihre Flexibilität und funktionierte das zuvor öfters als Erfrischungsschlauch eingesetzte Rohr kurzerhand in einen überdimensionalen Hochdruckreiniger um, sehr zur Freude der Stiefel, die danach zwar durchweicht aber blitzsauber waren, wie der mutige Badegast auch.
In diesem Zusammenhang muss man neben der Feuerwehr auch Nase Naseweis danken, der die Flexibilität seines Standes einmal mehr unter Beweis stellte und ohne lange zu zögern eine kostenlose Dusche installierte.
Die Erfrischung tat auch wirklich not, dadurch hielt sich der hitzebedingte „Kreislaufstress“ des roten Kreuzes in Grenzen.
Und Mr. Hurley, die holten "Blau wie das Meer" am Merch mit stimmgewaltiger Unterstützung der Zuhörer nach.

Versengold


Aber zurück zum Festival, das nach dem großen Regen mit großer Stimmung weiterging. Denn die Feuertanzfamilie lässt sich davon nicht die Stimmung vermiesen und spätestens als Versengold loslegte und sich die Menge wieder bewegen konnte war auch die Temperaturabkühlung zu verschmerzen. Wem bei Versengold nicht warm wird, der ist selber schuld. Zu mitreißend ist die Show der Bremer Truppe. Snorre, Pinto, Hengest, Honza, Paule, Schorti und Otje sind einfach großartig. Egal wo im Lineup sich die Band befindet, das Ganze hat immer Headlinerqualität, auch an diesem Abend in Abenberg. Und eine nasse Bühne kann die 7 erst recht nicht stoppen.

Subway to Sally


Bestens gelaunt präsentierte sich auch Subway to Sally, die voll motiviert waren dem Abenberger Publikum zu zeigen, was In Extremo kann, kann Subway to Sally auch. Und sie können es wirklich. Sänger Eric Fish sprühte vor Energie und guter Laune und das übertrug sich auf das Publikum, das wie schon am Freitag, auch am Samstag seine Chorqualitäten eindrucksvoll unter Beweis stellte. Ein bekanntes Gesicht, die Quotenfrau der Band, Frau Schmitt war diesmal nicht dabei und nicht wenige vermissten die sympathische Musikerin auf der Bühne, die über viele Jahre die Bühnenwirkung  der Band entscheidend mitgeprägt hat. Als Urlaubsvertretung die gute Freundin Ally the Fiddle zu verpflichten erwies sich wie zu erwarten war als Optimallösung. Eine der besten Deutschen Rockviolinistinnen ist mit ihren Haaren auch optisch ein unglaublicher Hingucker und so waren Subway to Sally anders als Eluveitie genauso packend und faszinierend wie immer. Einzig was die Feuershow betrifft hat In Extremo die Nase vorn, aber vergleichen sollte man die beiden Bands eh nicht.

Ganaim


Damit war das große Festivalprogramm beendet, das kleine aber noch nicht, denn traditionell gab es zum Abschluss noch ein Saalkonzert, ein großartiges Betthupferl mit Ganaim, eine Band die es verdient hätte auch mal auf der großen Bühne sich vor der kompletten Feuertanzfamilie vorzustellen.
Ganaim ist für Pinto von Versengold mehr als ein kleines Seitenprojekt zur großen Liebe Versengold. Auch an Ganaim hat er in mehrfacher Hinsicht sein Herz verschenkt. Neben der großen Liebe zur irischen Musik, die er hier auch stimmlich voll ausleben kann, hat auch die Frau an der Geige Saskia sein Herz im Sturm erobert. Pintos Mammutprogramm an diesem Tag ist eh beeindruckend.  Die lange Anreise bei zum Teil heftigen Regen, dann mit Versengold auf der Bühne alles geben und nach 2 Stunden Pause erneut das Publikum verzaubern schafft er scheinbar mit links. Erstaunlich, genauso wie die Tanzfreudigkeit eines Teils des Publikums, das den Begriff Müdigkeit auch nicht kennt. So wurde der Ganaim Auftritt zu einem stimmungsvollen Ausklang eines wieder einmal unvergesslichen Feuertanzfestivals.

Danke


Großer Dank gilt somit allen, die für den reibungslosen Ablauf verantwortlich waren, angefangen von dem Team von Consec Security bis zur Feuerwehr, vom Rot Kreuz Helfer bis zum gesamten Verkaufspersonal. Den Leuten am Grill bis zum Pizzabäcker die doppelt Hitze ertragen mussten und trotzdem nie die gute Laune verloren haben und allen die im Ablauf in irgendeiner Weise mit eingebunden waren.
Und natürlich allen, die sich um die Marktunterhaltung verdient gemacht haben wie die Bands Schattenschweif und Draco Faucium, die bereits am Donnerstag die ankommenden Konzertbesucher musikalisch unterhielten. Nicht zu vergessen die Gaukler Fabio, Floxor und Eichi, denen In Extremo im Song „Gaukler“ am Freitag ein schönes musikalisches Denkmal setzte, mein ganz persönlicher Höhepunkt der In Extremo Show. Wie heißt es darin so schön: „Es tut so gut, wenn ich Dein Lachen wieder seh“.  Man kann es erweitern auf, es tut so gut, wenn man die ganze große Feuertanz Familie im nächsten Jahr wieder sieht. Auf In Extremo wird man dann allerdings vermutlich verzichten müssen. i

Galerien werden nach und nach freigeschaltet.
 




die Gallerien


Punch`N`Judy

Cultus Ferox


Coppelius

Pyrates

Eluveitie

In Extremo

Impressionen vom Freitag Teil 1

Impressionen vom Freitag Teil 2

Impressionen vom Freitag Teil 3

Krayenzeit

Vogelfrey

Furunkulus

Mr. Hurley und die Pulveraffen

Versengold

Subway to Sally

Impressionen vom Samstag Teil 1

Impressionen vom Samstag Teil 2

Impressionen vom Samstag Teil 3

Die Nachtkonzertschmankerl:


Sören Vogelsang (Freitag)

Ganaim (Samstag)









































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